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- Ärzte > Psychosomatische GV > Fachgebundene Psychotherapie

Psychosomatische Grundversorgung und fachgebundene Psychotherapie


Ziel der Weiterbildung in fachgebundener Psychotherapie
Der von der Ärztekammer Berlin anerkannte Weiterbildungskurs der fachgebundenen Psychotherapie richtet sich an Ärzte, die sich zusätzlich zu ihrem somatomedizinischen Gebiet vertiefte psychotherapeutische Kompetenzen aneignen möchten. Mit dem Kurs kann die Weiterbildung zur Zusatzbezeichnung „Psychotherapie - fachgebunden“ durchlaufen werden. Diese ermöglicht innerhalb der eigenen Gebietsgrenzen Psychotherapie anzuwenden und abzurechnen. Von besonderer Bedeutung ist dies für Allgemeinmediziner, Internisten, Gynäkologen, Orthopäden, Dermatologen oder Urologen, da die Zahl komorbider Störungen weiter zunimmt und  Ursachen für Behandlungsanlässe, Betreuungsbedarf, Krankschreibungen, Rehabilitationen oder Berentungen immer häufiger im psychosozialen Bereich zu finden sind. Beispiele sind die psychotherapeutische Behandlung von Herzängsten durch den Kardiologen, Schmerzstörungen durch den Orthopäden, Ängsten oder depressiven Störungen bei Tumorerkrankungen z.B. durch Gynäkologen und Onkologen, oder therapeutische Begleitung von somatoformen Störungen durch den Hausarzt.

Verhaltenstherapeutischer Schwerpunkt
Sowohl der Psychosomatik, als auch der Psychotherapie liegen je nach Theorierahmen unterschiedliche Konzepte zugrunde, mit einem jeweils eigenen Verständnis von Ursachen,  Diagnostik und Therapie psychischer Probleme. Diese für die kassenärztliche Behandlung zugelassenen Grundrichtungen sind die Verhaltenstherapie, die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und die Psychoanalyse. Auch die Weiterbildung in fachgebundener Psychotherapie baut auf diesen psychotherapeutischen Grundorientierungen auf.
 
Die psychosomatische oder psychotherapeutische Behandlung kann als professionelle, theoriegeleitete Interaktion mit einem Patienten verstanden werden. Sie stellt insofern eine spezielle Behandlungsform dar, die besondere Kenntnisse und Techniken erfordert und geht über ein „normales“ ärztliches Gespräch hinaus. Der theoretische Hintergrund des IVB-Kurses baut auf die Verhaltenstherapie auf. Sie ist ein weltweit verbreitetes, wissenschaftlich anerkanntes Psychotherapieverfahren, das sich durch ein ganzheitliches Verständnis des Menschen auszeichnet. Im Laufe der Jahrzehnte wurde die Verhaltenstherapie immer weiter entwickelt. Viele Menschen denken heute noch an z.B. Konditionierungsexperimente mit Tieren, oder an nicht aushaltbare Expositionen bei Angst, wenn sie an Verhaltenstherapie denken. Darüber ist die Verhaltenstherapie seit langer Zeit hinausgewachsen und bietet besonders durch die zugrundeliegenden biopsychosozialen Krankheitskonzepte ein tiefgehendes Verständnis von psychischen Problemen. Sie verfügt über viele Ausdifferenzierungen mit z.T. gut validierten störungs- oder problemfokussierten therapeutischen Maßnahmen und Kurzzeitinterventionen, wodurch sie für die Psychotherapie in der ärztlichen Praxis besonders interessant ist.

Voraussetzung:
Die Weiterbildung in fachgebundener Psychotherapie am IVB baut auf der Weiterbildung in psychosomatischer Grundversorgung mit verhaltenstherapeutischem Schwerpunkt auf. Darüber hinaus werden dann noch die folgenden Inhalte und Kenntnisse entsprechend der Weiterbildungsordnung vermittelt:
 
Inhalte der Weiterbildung „Psychotherapie - fachgebunden“:
Theorie (70 UE) und Fallseminare (30 UE)
Entspannung (32 UE)
Gruppenselbsterfahrung (100 UE)

Anmeldung als pdf

Termine 2012 als pdf




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